Future instruments pt.II

Die Ocean Data Mining Bastelstube hat sich der allseits beliebten Piezo-Kontaktmikrofone angenommen. Die kleinen Scheiben erstaunen zunächst durch einfache Handhabe. Audiokabel, Klinkenstecker angelötet, mit Heißkleber an die Eisenplatte oder das Holzkastl angepappt – sounds so good. Auch ein alltimesup favorite.

Anders als beim Membranmikrofon schwingt hier keine elektr. Spule, sondern Kristalle werden angeregt und erzeugen Spannung. Die Mechanik entfällt. Dadurch auch für schnelle Schwingungen wie Ultrasound geeignet. Die Stärke liegt bei der direkten Abnahme von Klangkörpern.

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Die größeren Scheiben mit 35mm Durchmesser haben sich als voller im Klang gezeigt.
Favorit oben links, allerdings mit viel Boost um 450-500Hz. Tipps zu ausgeglicheneren Piezos gern angenommen.

Beim Eintauchen in die Materie wird klar, nur einfach ist doch nicht. Da gibts einen Missstand namens Impedanzunterschied. Das bedeutet der übliche Mikrofoneingang am Mischpult oder Aufnahmegerät schneidet den Bassbereich ab (~HPF 200Hz), der Sound dünnt aus. Ein Instrumenteneingang ist besser (zb DI-Box), noch besser allerdings ein Impedanzwandler in der Größenordnung 50 kOhm zu 200 Ohm.

Ist tausendfach gelöst, die Entscheidung viel auf ein Design mit Verstärkung von Alex Rice, da hier Schirmung und Ground getrennt werden, dadurch wird das Signal störfreier. Fertig gelötet gibts das hier.

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Essenziell gegen Noiseeinstrahlung ist die elektrische Abschirmung des Audiosignals; Daher Metallgehäuse als Schirm um die Platine

und die Piezoscheibe gesamt (kontaktlos) mit Metallfolie umkleben verbunden durch die Kabelschirmung.

Die dünnen Scheiben sind empfindlich, hier lässt sich alles mögliche aufkleben um die Scheibe und die Lötstelle vor Bruch zu schützen. Eine verbreitete DIY Lösung zum Schutz vor kaputt ist Plastidip, das ergibt einen dünnen, mittelfesten Schutzüberzug wie manchmal Werkzeug hat, Zangengriffen zb.

Unterwassermikros – sprich Hydrophone – basieren auf piezoelektrischen Elementen, wobei meist in massiverer zylindrischer Ausführung, doch auch diese
Gummi-Dip Piezos lassen sich ins Wasser halten und halten dicht.

Hier noch ein paar Variationen, mit Attachments wie Krokoklemme, Klangrohr oder integriertem Magnet zum Andoinken an Metall (-schiffe, -brücken, -seile, -stempen, -fahrräder, -hüte, -etc.)

2 weiterführende Texte zur Fine Arts of Contact Mics:
The first rule of CONTACT MIC club
LOM – contact mics

Update zum Eintrag Instruments for gauging the future pt.1:
Ein umfangreiches Instructable zur Verwendung des Kapselmikrofon PUI5024 ist erschienen. https://www.instructables.com/id/The-Sound-Sleuthers/

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